Ob Hauptuntersuchung, Änderungsabnahme oder Abgasprüfung – früher oder später kommt jeder Fahrzeughalter mit einer KFZ-Prüfstelle in Kontakt. Doch was genau macht eine Prüfstelle? Welche Arten gibt es? Und worauf sollte man bei der Wahl achten? In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über KFZ-Prüfstellen in Deutschland – von Leistungen über Kosten bis zur Terminvereinbarung.
Eine KFZ-Prüfstelle ist eine amtlich anerkannte Einrichtung, die sicherstellt, dass Fahrzeuge im Straßenverkehr den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Dort werden technische Prüfungen und Untersuchungen durchgeführt, die gesetzlich vorgeschrieben sind – wie die Hauptuntersuchung (HU), Abgasuntersuchung (AU) oder Änderungsabnahmen.
Ziel ist es, die Verkehrssicherheit, den Umweltschutz und die Vorschriftenkonformität der Fahrzeuge zu gewährleisten. Prüfstellen sind unabhängig – das heißt, sie verkaufen keine Ersatzteile oder Reparaturen, sondern konzentrieren sich ausschließlich auf die objektive Prüfung.
In Deutschland dürfen nur speziell zugelassene Organisationen KFZ-Prüfungen durchführen. Zu den bekanntesten zählen:
Alle vier Organisationen erfüllen die gleichen gesetzlichen Anforderungen. Unterschiede gibt es vor allem im Service, in den Öffnungszeiten und manchmal bei den Kosten.
KFZ-Prüfstellen übernehmen verschiedene Aufgaben, je nach Anlass des Besuchs. Die häufigsten Leistungen sind:
Manche Prüfstellen bieten zudem technische Beratungen an, etwa zur Machbarkeit von Umbauten oder zur Vorbereitung auf die nächste HU.
Der wichtigste Unterschied: Prüfstellen prüfen, Werkstätten reparieren.
Prüfstellen dürfen keine Reparaturen oder Ersatzteile verkaufen. Sie agieren neutral und unabhängig – was besonders wichtig ist, wenn es um objektive Sicherheitsbewertungen geht.
Werkstätten hingegen können bei Problemen direkt eingreifen, Teile tauschen oder Fahrzeuge auf Prüfungen vorbereiten. Viele Werkstätten arbeiten deshalb eng mit Prüfstellen zusammen und bieten HU-Termine direkt vor Ort mit externem Prüfer an.
Die häufigsten Anlässe für einen Besuch bei der Prüfstelle:
Ein Blick auf die HU-Plakette am hinteren Nummernschild zeigt, wann es wieder soweit ist.
Die Prüfzeit beträgt je nach Umfang meist 20 bis 45 Minuten.
Die Kosten richten sich nach Fahrzeugtyp und Art der Prüfung. Als Richtwerte:
Preise können regional und je nach Prüforganisation leicht variieren. Es lohnt sich, vorab telefonisch nachzufragen oder online zu vergleichen.
Der Prüfbericht teilt Mängel in verschiedene Kategorien ein:
Wichtig: Die Nachprüfung muss bei derselben Prüforganisation erfolgen.
Die meisten Prüforganisationen bieten Online-Filialfinder an. Einfach PLZ oder Stadt eingeben, und schon erscheinen die nächstgelegenen Standorte inklusive Öffnungszeiten.
Alternativ können viele Werkstätten HU/AU-Termine mit externem Prüfer anbieten – besonders praktisch, wenn gleichzeitig Reparaturen oder Vorabchecks nötig sind.
Die KFZ-Prüfstelle ist nicht nur ein gesetzlicher Kontrollpunkt, sondern ein Sicherheitsanker für jeden Fahrzeughalter. Sie stellt sicher, dass das eigene Auto verkehrssicher, umweltgerecht und zulassungskonform bleibt. Wer regelmäßige Prüfungen ernst nimmt, schützt sich, seine Mitmenschen – und bewahrt den Wert des Fahrzeugs.
Tipp: Wer unsicher ist, ob Umbauten eintragungspflichtig sind oder ob das Fahrzeug die nächste HU besteht, sollte sich vorab beraten lassen – viele Prüfstellen bieten diesen Service kostenfrei oder günstig an.